Adventslichter

Adventskranz 2014_webIch habe den Eindruck, dieses Jahr ist besonders schnell an uns vorbeigesaust. Das ist natürlich nur ein Gefühl, denn es sind immer zwölf Monate und jeden Tag davon haben wir erlebt. Bei manchen waren wir vielleicht bewusst dabei und haben die Augenblicke genossen, wie zum Beispiel im Urlaub und die „Alltage“ zogen sicherlich in der täglichen Routine oftmals automatisch an uns vorbei. Es stimmt schon, wenn man liest oder hört, dass man sich das „Jetzt“ richtig bewusst machen soll, um so das Gefühl für die eigene Stimmung, die Umgebung oder den Geschmack eines leckeren Essens tief im Inneren aufzunehmen. Meist sind wir in Eile und in Gedanken schon zwei Schritte voraus, weil viele Termine anstehen und der Tag wieder einmal vollgepackt ist. In einer Familie kommen dann noch kleine Aufträge vom einen oder anderen dazu, weil es bequem ist, jemanden zu haben, der sich gerne darum kümmert. Kein Wunder, wenn wir uns manchmal atemlos fühlen und die Müdigkeit wie Kleister an uns klebt. Wir trauen uns ja auch viel zu selten ein klares Nein auszusprechen.

Nun kommt die besinnliche Zeit, der Advent. Plätzchenduft, Kerzenlicht und herzliche Gemütlichkeit gehören zu diesen Wochen vor Weihnachten und alle freuen sich auf die Momente, um sie mit lieben Menschen zu teilen. Auf dem Weihnachtsmarkt wurden diese Woche die Klappen der Verkaufsbuden geöffnet und die Bratwürste und gebrannten Mandeln verströmen einen stimmungsvollen Duft. Es ist schön, durch die Gassen zu schlendern und die liebevoll dekorierten Stände zu bewundern. Diese Augenblicke gehören zur Vorweihnachtszeit dazu und ein Glühwein in netter Gesellschaft wärmt nicht nur den Körper, sondern auch das Herz. Ich stelle fest, dass in dieser Jahreszeit viele Bekannte ein Treffen auf dem Weihnachtsmarkt vorschlagen und wenn man nicht den Überblick im Terminkalender behält, kann man auch in den Weihnachtsmarktstress geraten. Kleine Auszeiten für den persönlichen Advent sollte man sich meiner Meinung nach unbedingt nehmen. Was ich damit meine?

Die meisten Menschen haben die Wohnung schön dekoriert, es stehen vielleicht Kerzen bereit, die warmes Licht verströmen und in mancher Gebäckdose befinden sich bereits leckere Plätzchen. Das ist eine ganz besondere Atmosphäre, die Geborgenheit vermittelt und Vorfreude schenkt. Wenn wir jetzt nur von einem Treffen zum nächsten Termin hetzen, können wir das alles gar nicht richtig genießen und das wäre doch schade, denn wir haben uns ja wirklich Mühe gemacht, damit alles schön und behaglich ist. Der eine oder andere Abend sollte dafür reserviert sein, um das Ich zu streicheln und innerlich durchzuatmen, sich zurückzulehnen und in Gedanken zu verreisen. Ich meine damit keine Gedankenreise zum nächsten Urlaubsziel, sondern zu sich selbst und zwar bis zum letzten Seelenzipfel. Dabei fällt einem auch der eine oder andere liebe Mensch ein, dem man vielleicht für das letzte Jahr danken möchte oder man schreibt mal wieder von Hand eine Karte mit Zeilen, die wirklich von Herzen kommen. Allgemeine oder witzige Handysprüche sind zu dieser Zeit bei vielen Leuten wieder aus der Mode gekommen. Ich höre es von Freunden, die auf diese Oberflächlichkeit keinen Wert legen. So geht es mir auch. Wenn die Worte nicht persönlich sind und von Herzen kommen, möchte ich lieber ganz darauf verzichten.

Lieber Besucher, ich wünsche Ihnen schöne Adventslichter, Behaglichkeit, wohlige Geborgenheit und natürlich den einen oder anderen Glühwein in netter Gesellschaft. Bei all der Weihnachtsfreude sollte man sich auch an den wirklichen Grund dieses Festes erinnern, der wird bei all der Party zuvor leider oft gerne vergessen. Weihnachten hat etwas mit Glauben zu tun und einer Geschichte, die sich vor ganz langer Zeit zugetragen hat. Jeder kennt sie, nur ist bei vielen Menschen der eigentliche Sinn vom Christkind erschreckend in den Hintergrund getreten. Es kann auch ein schönes Gefühl schenken, sich dessen wieder bewusst zu werden und zu überlegen, welche Verbindung zwischen Himmel und Erde besteht. Diese Gedanken sind nicht nur vorweihnachtlich, sondern absolut alltagstauglich.

 Zitat: „Die bedeutendsten Geschenke kommen aus unserem Herzen, sie sind kostenlos und dennoch von unschätzbarem Wert.“

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