Meditation „Herbstlaubrascheln“

Herbst

Die Mode der Natur wechselt die Kleider, denn der Herbst steht wieder vor der Tür und die ersten Blätter färben sich schon in gelbe, braune und rostrote Töne. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue faszinierend und wunderschön, wenn das Sonnenlicht die bunten Bäume zum Leuchten bringt. Man bekommt große Lust auf einen Spaziergang im Wald und sollte unbedingt die Gelegenheit beim Schopf packen und sich in einer kuscheligen Strickjacke auf den Weg machen. Schon als Kind fand ich es toll, durch die trockenen Blätter am Boden zu rascheln. Es hat einen besonderen Zauber und etwas Beruhigendes. Die Gedanken können dabei wunderbar verreisen.

Natur und Ruhe, das ist eine Kombination für Seelenwellness. Natürlich sollte man bei einem Spaziergang das Handy zu Hause lassen und einmal ganz für sich selbst da sein. Die Ohrstöpsel bleiben ebenfalls draußen, denn die Ohren dürfen dann ganz bewusst die Geräusche des Waldes hören, wie zum Beispiel das Knacken der Äste oder die unterschiedlichsten Vogelrufe. Wenn ich so bewusst durch die Natur gehe, kann ich viele Dinge mit dem nötigen Abstand betrachten, weil man sich automatisch entspannt und dabei locker lässt. Ohne bewusst daran zu denken, kommen viele Dinge ganz einfach an die Oberfläche des Bewusstseins. Menschen, Begebenheiten oder alte Erinnerungen tauchen plötzlich aus unseren verschütteten Tiefen auf. Vielleicht entsteht dadurch der eine oder andere Impuls, um endlich etwas abzuschließen, zu klären oder sich mal wieder bei jemandem zu melden.

Es ist natürlich auch wunderschön, mit einem lieben Menschen durch das Laub zu rascheln, aber durch die begleitenden Gespräche kommt man nicht wirklich bei sich selbst im letzten Seelenzipfel an. Der sportliche Aspekt sollte ebenfalls außer Acht gelassen werden, auch wenn viele behaupten, sich beim Joggen herrlich zu entspannen. Ein Spaziergang mit einem Hund ist zwar erholsam, keine Frage, jedoch ist man mit einem Tier trotzdem abgelenkt und in verantwortlicher Aufmerksamkeit. Die eigenen Gedanken werden schnell unterbrochen, wenn der vierbeinige Freund unruhig wird. Gemütlich rascheln und den Alltag völlig hinter sich lassen, das funktioniert am besten alleine und dabei spielen auch die Kilometer keine Rolle, es geht einfach um die absolute Entspannung.

Zitat: „Die Natur verzaubert unsere Sinne und bringt uns nebenwirkungsfrei ins Gleichgewicht.“ (Gundi Dobler)

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