Verschwiegenheit ist wie eine verschlossene Tür

VerschwiegenheitHaben Sie es auch schon erlebt? Sie erzählen einem Menschen, den sie gut kennen und dem Sie vertrauen, eine Geschichte oder eine Information, mit der Bitte, sie für sich zu behalten. Tage später werden Sie dann von der Person, um die es ging, angesprochen und auf peinliche Weise konfrontiert. Es ist sehr schade, dass viele Menschen die Tugend der Verschwiegenheit nicht mehr kennen und die Worte schneller aus dem Mund kommen, als der Kopf mitdenken kann. In einem Betrieb wird man bei der Verletzung der Schweigepflicht gekündigt, was macht man mit Menschen, die man Freunde oder Familie nennt? Das Vertrauen wird auf nachhaltige Weise verletzt und ich finde es schade, dass man sich dann nur noch über das Wetter unterhalten kann oder über Dinge, die bedenkenlos in die Zeitung könnten.

Ich finde es wichtig, dass Gespräche unter vier Augen so sicher sind, wie in einem Tresor. Sensationslust oder ein Grund, sich wichtig in den Vordergrund zu stellen, nach dem Motto: „Hallo, ich weiß was“, sind für mich keine wertvollen Charakterzüge. Es muss doch Menschen geben, denen man sich öffnen kann, ohne dass die halbe Welt davon erfährt? Mein Vertrauen ist in solchen Fällen nicht mehr zu reparieren. Entweder ich beende diesen Kontakt, sofern das möglich ist oder ich ziehe mich entsprechend zurück und das Verhältnis geht nicht über die übliche Höflichkeit hinaus. Schade, dass durch Oberflächlichkeit, Intrigen und Gedankenlosigkeit menschliche Kontakte leiden müssen.

Zitat: „Wer die Gedanken anderer in den Tresor seines Herzens schließt, ist ein wahrer Freund.“ (Gundi Dobler)

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Wahre Freunde erkennt man an Ihrer Verschwiegenheit… und dabei braucht es keinen Hinweis dafür, dass die Angelegenheit “unter uns” bleibt… unter Freunden muss das selbstverständlich sein!

    Ganz lieben Gruß vom sonnigen Bodensee
    Georg!

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