Ein grüner Garten mit zwei Stühlen und einem Tisch

Dieses Jahr hatten wir keinen heißen Sommer und viele geplante Events sind sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Das ist frustrierend und nicht zu ändern, denn das Wetter liegt nicht in unserem Verantwortungsbereich. Die ersehnten und lang erwarteten Urlaubstage verstreichen, einer nach dem anderen, die grauen Wolken reisen am Himmel und nehmen der Sonne jegliche Chance, sich zu zeigen und uns wohlig zu wärmen. Die Hoffnung sinkt, mit dem Fahrrad an den See zu fahren und dort ein paar Züge zu schwimmen. Hingegen sitze ich mit meinem Partner lesend in der überdachten Schaukel im Garten und wir hören das meditative Geräusch der Regentropfen, die sich ihren Weg durch die saftigen Blätter der Obstbäume bahnen. Zu allem Übel naht das Ende des Urlaubs und in Gedanken sehen wir uns schon wieder im Büro vor den sich auftürmenden Arbeitsbergen sitzen. Ungerecht, oder nicht?

Ja,  das ist die eine Sicht der Dinge, meine persönliche und etwas einseitig, wie mir nach einem Besuch bei einer Freundin im Krankenhaus klar wurde. Sie verbrachte fast den ganzen Sommer dort und die Sehnsucht, einfach wieder in den eigenen vier Wänden zu leben, war riesengroß. Eine Diagnose kam zur nächsten und die Entlassung wurde immer wieder um Wochen verschoben. Das Leben mit der Familie spielt sich am Krankenbett ab und statt dem Sommerregen konnte sie nur das Tröpfeln der Infusionsflasche beobachten. Wie gerne wäre sie bei einem Schauer im Garten gesessen oder hätte sich die Brote für den nächsten Arbeitstag vorbereitet.

Ich denke, wir sind manchmal undankbar und möchten, dass alles perfekt ist. Vielleicht fühlen Sie sich auch gar nicht angesprochen und sehen immer nur das Positive in allem, was passiert. Das ist natürlich eine große Kunst und jeder muss sich immer wieder an die eigene Nase fassen und auf den Boden der Zufriedenheit zurückkehren. Manchmal helfen uns dabei solche Gedankenreisen, wie ich sie zu meiner Freundin unternommen habe, als ich noch nicht genug von meiner Freizeit hatte. In der Tat gibt es mit Sicherheit viele Menschen, die uns um unser Leben beneiden würden, das zwar arbeitsreich und nicht immer einfach ist, aber trotzdem wunderschön!

Zitat:
„Wer das Schicksal anderer fühlt, kann sich in Zufriedenheit hüllen.“ (Gundi Dobler)

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